Einführungskurse in das Alphornblasen

Die Naturgewalt des Alphorns fasziniert immer mehr Leute!

Im Singsaal des Burgschulhauses in Herzogenbuchsee gibt Roland Müller von der Alphornbläsergruppe Oberaargau Einführungskurse für angehende Alphornbläser.

Im Singsaal des Burgschulhauses ist es finster. Nur die Kerze auf einem Steinbrocken in der Mitte spendet Licht. Ab Tonband ist das Geplätscher von Wellen zu hören, durchbrochen von Vogelgesang. Die Kursteilnehmer liegen auf dem Rücken und versuchen sich vorzustellen, auf einer Insel zu sein. Nach ein paar Minuten beendet Roland Müller die Versenkungsübung:
«Langsam durchatmen». Das Licht geht an. Drei Frauen und sieben Männer rappeln sich von ihrer Matte hoch und greifen zum Alphorn. «Wenn man ruhig und entspannt ist, dann werden die Töne von selbst schön», erklärt der Kursleiter den Sinn des meditativen Einstiegs.

 

 

 

«Gut», lobt der Kursleiter und gibt die nächste Aufgabe bekannt. Nun sollen alle versuchen, auf den 3,4 Meter langen Hörnern denselben Ton zu spielen… Zwei Jahre dauert es im Durchschnitt, bis ein Alphornspieler fehlerfrei
und festreif wird. Um dieses Ziel zu erreichen, sollte man täglich eine Viertelstunde üben, gibt Müller als Richtschnur an. Einst vor Leuten aufzutreten möchten aber längst nicht alle. Renata Schär aus Aarwangen beispielsweise will nur für sich spielen, wie sie erklärt: «Mir gefälltdas Gefühl, es tut einfach gut.» Bevor sie mit dem urtümlichen Instrument zu liebäugeln begann, hatte sie einmal Klarinette gespielt. «Ein Alphorn war schon lange mein Traum», erzählt sie.
Doch es habe lange gedauert, bis sie entdeckte,wo man es lernen könnte. Als sie vom Winterkurs der Alphorngruppe Oberaargau hörte, ergriff sie die Gelegenheit. So wie sie machen es immer mehr Frauen, beobachtet Müller, auch würden die Teilnehmer bei Einführungskursen immer jünger. «Früher lag der Durchschnitt bei 46, 47 Jahren, jetzt dürfte er unter 40 liegen», sagt Müller. Der älteste Teilnehmer zähle um die 60 Jahre, der jüngste sei etwa 30-jährig.

Die Alphornbläsergruppe Oberaargau, die einzige hierzulande, gibt es seit 25 Jahren. Sie zählt mehr als zwölf aktive Bläser, davon eine Frau, erklärt Müller und schmunzelt bei der Frage des Journalisten, ob es da ein Nachwuchsproblem gebe: «Wir sind gerade dabei, es zu lösen.» In der Gruppe ist er unter Präsident Max Sommer (Bollodingen) Kursleiter-Stellvertreter und Juror. Kurse gibt Müller seit rund 20 Jahren. Am Instrument faszinierte ihn einst, dass es nicht so viele spielen. Gepackt hatte es den Ochlenberger am Eidgenössischen Schwingfest in Langenthal 1983. Dann bildete er sich kontinuierlich weiter (Artikel Berner Zeitung).

Roland Müller

Roland Müller führt derzeit einen Einführungskurs in das Alphorn:
am Montag Abend für Anfänger.

Instrumente können gemietet werden.

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